Ein gut organisiertes Lager beginnt nicht erst bei der Auswahl des richtigen Regals. Ebenso wichtig ist eine klare und eindeutige Kennzeichnung der Lagerplätze. Mit professionellen Lagerregaletiketten lassen sich Regalfelder, Ebenen und Stellplätze schnell identifizieren. Das erleichtert die Orientierung, beschleunigt die Kommissionierung und reduziert Fehler bei Einlagerung und Warenentnahme.
Gerade in modernen Lagerhallen mit Palettenregalen, Fachbodenregalen, Schwerlastregalen oder Weitspannregalen ist eine systematische Lagerplatzkennzeichnung ein wichtiger Bestandteil einer effizienten Lagerorganisation.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Regaletiketten im Lager wichtig sind, wie eine sinnvolle Stellplatzkennzeichnung aufgebaut wird und worauf Unternehmen bei der Planung achten sollten.
Warum sind Lagerregaletiketten im Lager so wichtig?
Je größer ein Lager wird, desto schwieriger wird es, einzelne Waren und Stellplätze ohne eindeutige Kennzeichnung schnell wiederzufinden. Eine strukturierte Lagerplatzkennzeichnung schafft hier eine klare Orientierung.
Ein eindeutig beschrifteter Lagerplatz ermöglicht Mitarbeitern, Waren schneller einzulagern, zu finden und zu kommissionieren. Gleichzeitig können Suchwege reduziert und Fehler bei der Warenentnahme vermieden werden.
Eine professionelle Regalbeschriftung bietet insbesondere folgende Vorteile:
- schnellere Orientierung im Lager
- eindeutige Identifikation von Stellplätzen
- kürzere Such- und Laufwege
- weniger Fehler bei der Kommissionierung
- bessere Nachverfolgbarkeit von Waren
- einfachere Integration von Barcodes und Scannern
- strukturierte Lagerorganisation
- bessere Nutzung vorhandener Lagerflächen
Damit sind Lagerregaletiketten weit mehr als einfache Aufkleber. Sie bilden einen wichtigen Bestandteil einer durchdachten Lagerstruktur.
Was ist eine professionelle Lagerplatzkennzeichnung?
Unter Lagerplatzkennzeichnung versteht man die eindeutige Zuordnung und Beschriftung einzelner Lagerplätze innerhalb eines Lagers.
Ein Lager kann beispielsweise in folgende Bereiche unterteilt werden:
Halle → Gang → Regal → Feld → Ebene → Stellplatz
Daraus kann ein eindeutiger Lagerplatzcode entstehen, beispielsweise:
A-03-07-02
Dieser Code könnte beispielsweise für Halle A, Gang 03, Regal 07 und Ebene 02 stehen.
Wichtig ist dabei vor allem, dass das verwendete System logisch, eindeutig und für alle Mitarbeiter verständlich aufgebaut ist.
Je nach Lagergröße und Warenstruktur können einfache numerische Kennzeichnungen ausreichend sein. In größeren Lagern bieten sich dagegen alphanumerische Codes in Verbindung mit Barcodes oder anderen maschinenlesbaren Kennzeichnungen an.
Welche Informationen gehören auf ein Regaletikett?
Wie umfangreich ein Lagerregaletikett gestaltet werden sollte, hängt vom jeweiligen Einsatzbereich ab.
Typische Bestandteile einer professionellen Regalbeschriftung sind:
Stellplatznummer
Die Stellplatznummer bildet die wichtigste Information. Sie ermöglicht die eindeutige Zuordnung des Lagerplatzes.
Barcode
Ein Barcode kann die manuelle Eingabe eines Lagerplatzcodes ersetzen und dadurch die Geschwindigkeit bei Einlagerung und Kommissionierung erhöhen.
Insbesondere in Verbindung mit einem Lagerverwaltungssystem können Barcodes dazu beitragen, physische Lagerplätze eindeutig mit digitalen Datensätzen zu verbinden.
Richtungspfeile
Bei Regalen mit mehreren Ebenen können Richtungspfeile dabei helfen, das zugehörige Fach eindeutig zu erkennen.
Das ist insbesondere bei Palettenregalen und hohen Regalanlagen sinnvoll, bei denen mehrere Stellplätze übereinander angeordnet sind.
Farbliche Kennzeichnung
Farben können zusätzlich zur Orientierung eingesetzt werden. Beispielsweise lassen sich verschiedene Lagerbereiche, Warengruppen oder Prozesszonen optisch voneinander unterscheiden.
Dabei sollte das Farbsystem möglichst einfach gehalten und im gesamten Lager einheitlich verwendet werden.
Lagerregaletiketten bei verschiedenen Regalsystemen
Die Anforderungen an eine Regalbeschriftung unterscheiden sich je nach Regalsystem und Lageraufgabe.
Lagerregale und Fachbodenregale kennzeichnen
Bei Fachbodenregalen werden häufig kleinere Lagerplätze für Kartons, Ersatzteile, Kleinteile oder einzelne Artikel verwendet. Eine eindeutige Beschriftung jedes Fachs erleichtert insbesondere die Kommissionierung.
Für kleinere und übersichtliche Lagerbereiche kann eine einfache alphanumerische Kennzeichnung sinnvoll sein.
Werden viele unterschiedliche Artikel auf engem Raum gelagert, sollte die Beschriftung gut lesbar und eindeutig dem jeweiligen Fach zugeordnet sein.
Für eine strukturierte Lagerorganisation eignen sich beispielsweise unsere Fachbodenregale für Lager, Werkstatt und Betrieb.
Palettenregale professionell beschriften
Bei Palettenregalen ist eine gut sichtbare Kennzeichnung besonders wichtig. Aufgrund der Höhe und der mehreren Lagerebenen muss der jeweilige Stellplatz schnell identifiziert werden können.
Ein möglicher Aufbau ist beispielsweise:
Gang – Regal – Feld – Ebene
Aus dieser Kombination entsteht ein eindeutiger Lagerplatzcode.
Gerade bei größeren Lagerhallen kann eine solche Systematik die Orientierung erheblich verbessern und die Kommissionierung beschleunigen.
Regalbedarf.com bietet verschiedene Palettenregale für professionelle Lager und Schwerlastanwendungen.
Schwerlastregale und Weitspannregale
Auch bei Schwerlastregalen spielt eine eindeutige Kennzeichnung eine wichtige Rolle. Besonders bei unterschiedlichen Lagergütern und hohen Fachlasten sollte klar erkennbar sein, welcher Stellplatz für welche Ware vorgesehen ist.
Unsere Schwerlastregale für professionelle Lagertechnik sind für unterschiedliche Anforderungen in Industrie, Handel, Handwerk und Logistik verfügbar.
Lagerplatzkennzeichnung mit Barcode
Die klassische Beschriftung eines Lagerplatzes kann durch einen Barcode ergänzt werden.
Dabei erhält jeder Stellplatz einen individuellen Code. Dieser wird als Barcode auf dem Etikett dargestellt und kann mit einem mobilen Scanner erfasst werden.
Der Vorteil: Mitarbeiter müssen lange Lagerplatznummern nicht manuell eingeben.
Ein typischer Ablauf kann beispielsweise so aussehen:
Ware scannen → Lagerplatz scannen → Einlagerung bestätigen
Bei der Kommissionierung funktioniert der Prozess entsprechend:
Auftrag abrufen → Lagerplatz anfahren → Stellplatz scannen → Artikel entnehmen → Vorgang bestätigen
Dadurch kann die physische Lagerstruktur mit der digitalen Lagerverwaltung verbunden werden.
Welche Vorteile bringt eine systematische Regalbeschriftung?
Eine strukturierte Lagerkennzeichnung wirkt sich auf verschiedene Bereiche der Lagerlogistik aus.
1. Schnellere Kommissionierung
Wenn Mitarbeiter sofort erkennen können, wo sich ein Artikel befindet, lassen sich unnötige Suchwege vermeiden.
Gerade bei einer hohen Anzahl unterschiedlicher Artikel kann dies im täglichen Betrieb einen erheblichen Zeitvorteil bringen.
2. Weniger Einlagerungsfehler
Ein klar gekennzeichneter Stellplatz reduziert das Risiko, Waren am falschen Standort einzulagern.
Das ist besonders wichtig, wenn viele ähnliche Artikel oder unterschiedliche Varianten eines Produkts vorhanden sind.
3. Bessere Lagerübersicht
Eine konsequente Regalbeschriftung schafft eine klare Struktur. Mitarbeiter können sich schneller orientieren und neue Kollegen einfacher in die Lagerprozesse einarbeiten.
4. Einfachere Bestandsverwaltung
Eindeutige Stellplatzcodes erleichtern die Zuordnung von Artikeln zu Lagerplätzen und können die Bestandsverwaltung unterstützen.
5. Kürzere Wege
Eine durchdachte Lagerplatzstruktur hilft dabei, häufig benötigte Artikel gezielt an geeigneten Positionen zu platzieren.
Dadurch können Lauf- und Fahrwege reduziert und Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden.
Wie sollte man ein Lager richtig kennzeichnen?
Eine professionelle Lagerkennzeichnung sollte nicht spontan erfolgen. Sinnvoll ist es, zunächst die gesamte Lagerstruktur zu betrachten.
Schritt 1: Lagerbereiche definieren
Zuerst werden unterschiedliche Bereiche festgelegt, beispielsweise:
- Wareneingang
- Lager
- Kommissionierung
- Verpackung
- Warenausgang
- Retouren
- Quarantäne
- Pufferflächen
Schritt 2: Gänge und Regale nummerieren
Anschließend erhalten die einzelnen Gänge und Regalanlagen eindeutige Bezeichnungen.
Beispiel:
Gang 01 → Gang 02 → Gang 03 → Gang 04
Schritt 3: Regalfelder und Ebenen definieren
Innerhalb eines Ganges werden die einzelnen Regalfelder und Lagerebenen nummeriert.
Beispielsweise:
01-05-03
Das kann für Gang 01, Regalfeld 05 und Lagerebene 03 stehen.
Schritt 4: Etiketten anbringen
Die Etiketten müssen so angebracht werden, dass sie aus der vorgesehenen Entfernung gut lesbar sind.
Bei der Auswahl sollte außerdem berücksichtigt werden, ob die Etiketten beispielsweise Staub, Feuchtigkeit, niedrigen Temperaturen oder mechanischer Beanspruchung ausgesetzt sind.
Schritt 5: System konsequent anwenden
Besonders wichtig ist die Einheitlichkeit.
Ein einmal definiertes Kennzeichnungssystem sollte im gesamten Lager konsequent verwendet werden. Änderungen sollten dokumentiert und die entsprechenden Etiketten aktualisiert werden.
Lagerregaletiketten und Arbeitssicherheit
Die Lagerkennzeichnung sollte nicht mit der gesetzlich beziehungsweise technisch erforderlichen Kennzeichnung von Regalanlagen verwechselt werden.
Bei professionellen Regalanlagen spielen unter anderem Traglastangaben, Sicherheitskennzeichnungen und technische Angaben eine wichtige Rolle.
Beschädigte oder nicht mehr aktuelle Kennzeichnungen sollten daher überprüft und bei Bedarf erneuert werden.
Für die Sicherheit von Regalanlagen ist außerdem die regelmäßige Regalinspektion relevant. Die DIN EN 15635 beschreibt unter anderem Anforderungen an die Nutzung und Inspektion von ortsfesten Stahlregalsystemen.
Eine übersichtliche Kennzeichnung unterstützt dabei eine strukturierte Lagerorganisation, ersetzt jedoch keine erforderlichen Prüfungen oder Sicherheitsmaßnahmen.
Lagerkennzeichnung optimal mit der Lagerorganisation verbinden
Die beste Wirkung erzielt eine Regalbeschriftung dann, wenn sie Teil eines ganzheitlichen Lagerkonzepts ist.
Dazu gehören beispielsweise:
- passende Regalsysteme
- logisch aufgebaute Lagerplätze
- eindeutige Stellplatzcodes
- gut sichtbare Kennzeichnungen
- Barcode-Systeme
- klare Verkehrs- und Laufwege
- definierte Lagerzonen
- regelmäßige Bestandskontrollen
Die Auswahl des passenden Regalsystems sollte dabei immer auf den jeweiligen Lagerbedarf abgestimmt werden.
Für leichte bis mittelschwere Waren bieten sich beispielsweise Fachbodenregale an. Bei Paletten und schweren Gütern sind dagegen Paletten- oder Schwerlastregale die geeignete Lösung.
Häufige Fehler bei der Regalbeschriftung
Auch bei der Lagerkennzeichnung gibt es typische Fehler, die sich vermeiden lassen.
Zu kleine Beschriftungen
Wenn ein Etikett nur aus unmittelbarer Nähe lesbar ist, verliert es im täglichen Lagerbetrieb einen wesentlichen Teil seines Nutzens.
Uneinheitliche Codes
Unterschiedliche Systeme innerhalb eines Lagers führen schnell zu Verwirrung. Besser ist eine einheitliche Systematik.
Fehlende Aktualisierung
Wenn Regale umgebaut, Stellplätze verändert oder Warenbereiche neu organisiert werden, müssen auch die Kennzeichnungen angepasst werden.
Unklare Zuordnung
Ein Etikett muss eindeutig erkennen lassen, welchem Lagerplatz es zugeordnet ist. Besonders bei mehrgeschossigen Regalen sind Richtungspfeile oder zusätzliche Informationen sinnvoll.
Fehlende Integration in digitale Prozesse
Wenn ein Lagerverwaltungssystem oder Scanner eingesetzt wird, sollte die physische Lagerplatzkennzeichnung mit der digitalen Struktur übereinstimmen.
FAQ: Häufige Fragen zu Lagerregaletiketten
Was sind Lagerregaletiketten?
Lagerregaletiketten sind Kennzeichnungen zur eindeutigen Identifikation von Regalen, Regalfeldern, Ebenen und Lagerplätzen. Sie unterstützen die Orientierung, Lagerorganisation und Kommissionierung.
Warum sollte man Lagerplätze kennzeichnen?
Eine eindeutige Lagerplatzkennzeichnung reduziert Suchzeiten und Fehler bei Einlagerung und Kommissionierung. Gleichzeitig verbessert sie die Übersichtlichkeit und Nachverfolgbarkeit im Lager.
Kann man Lagerregaletiketten mit Barcodes versehen?
Ja. Barcodes können verwendet werden, um Lagerplätze schnell mit mobilen Scannern zu erfassen. Dadurch lässt sich die physische Lagerstruktur mit digitalen Lagerverwaltungsprozessen verbinden.
Wie sollte ein Lagerplatz aufgebaut sein?
Ein Lagerplatzcode sollte möglichst kurz, eindeutig und logisch aufgebaut sein. Eine häufige Struktur ist beispielsweise die Kombination aus Gang, Regal, Feld und Ebene.
Welche Regale lassen sich kennzeichnen?
Grundsätzlich können nahezu alle Regalsysteme mit einer geeigneten Lagerplatzkennzeichnung versehen werden. Dazu gehören unter anderem Fachbodenregale, Palettenregale, Schwerlastregale, Weitspannregale und Kleinteileregale.
Fazit: Eindeutige Kennzeichnung schafft effiziente Lagerprozesse
Lagerregaletiketten sind ein wichtiger Bestandteil einer professionellen Lagerorganisation. Sie sorgen dafür, dass Mitarbeiter Stellplätze schnell erkennen, Waren gezielt einlagern und Artikel effizient kommissionieren können.
Besonders in größeren Lagern lohnt es sich, die Lagerplatzkennzeichnung von Beginn an systematisch zu planen. Eine Kombination aus eindeutigen Stellplatzcodes, gut lesbaren Etiketten und – bei Bedarf – Barcodes schafft die Grundlage für strukturierte und nachvollziehbare Lagerprozesse.
Entscheidend ist jedoch nicht nur die Kennzeichnung selbst. Auch das eingesetzte Regalsystem muss zu den Lagergütern, Belastungen und betrieblichen Abläufen passen.
Bei Regalbedarf.com finden Unternehmen professionelle Lösungen für Lager, Werkstatt, Industrie und Betrieb – von Fachbodenregalen und Lagerregalen über Schwerlastregale bis hin zu Palettenregalen.
Wer sein Lager langfristig effizient organisieren möchte, sollte deshalb Regalsystem, Lagerplatzstruktur und Kennzeichnung immer als zusammenhängendes Gesamtkonzept betrachten.



