Was die neue DIN EN 131 für Gewerbe bedeutet | Regalbedarf

Die DIN EN 131 ist die europaweit gültige Norm für tragbare Leitern. Sie legt verbindlich fest, welche Anforderungen Leitern in Bezug auf Konstruktion, Sicherheit, Prüfung und Kennzeichnung erfüllen müssen. Für Unternehmen aus Handwerk, Industrie, Lager und Logistik ergeben sich daraus klare Vorgaben für Auswahl und Einsatz geeigneter Produkte.

Wer Leitern im gewerblichen Bereich verwendet, muss sicherstellen, dass diese dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Die neue Fassung der DIN EN 131 hat die Anforderungen deutlich verschärft und sorgt für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz.

Warum die DIN EN 131 für Unternehmen verbindlich ist

Im gewerblichen Umfeld gelten Leitern als Arbeitsmittel. Damit unterliegen sie den Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung sowie der DGUV Regel 208 016. Unternehmen sind verpflichtet, ausschließlich geeignete und sichere Leitern bereitzustellen.

Die DIN EN 131 definiert dabei den maßgeblichen technischen Standard. Wird dieser nicht eingehalten, kann dies im Schadensfall zu erheblichen Haftungsrisiken führen.

Die wichtigsten Änderungen der neuen DIN EN 131

Klare Unterscheidung zwischen gewerblicher und privater Nutzung

Eine zentrale Neuerung ist die eindeutige Kennzeichnung der Leitern. Es wird unterschieden zwischen Professional und Non Professional.

Für den gewerblichen Einsatz sind ausschließlich Leitern mit der Kennzeichnung Professional zulässig. Diese Modelle werden intensiver geprüft und müssen höheren Belastungen standhalten.

Unternehmen dürfen keine Leitern einsetzen, die lediglich für den privaten Gebrauch vorgesehen sind.

Höhere Belastungsanforderungen

Leitern für den gewerblichen Bereich müssen umfangreichere Belastungstests bestehen. Dazu zählen unter anderem wiederholte Prüfzyklen sowie zusätzliche Stabilitätsprüfungen.

Damit wird sichergestellt, dass die Leiter auch bei regelmäßiger Nutzung unter anspruchsvollen Bedingungen dauerhaft sicher bleibt.

Verbesserte Standstabilität bei Anlegeleitern

Anlegeleitern mit einer Länge von mehr als drei Metern müssen mit einer breiten Quertraverse ausgestattet sein. Diese sorgt für deutlich mehr Standfestigkeit und reduziert das Risiko des seitlichen Kippens.

Gerade in Lagerhallen, Werkstätten oder bei Wartungsarbeiten ist diese zusätzliche Stabilität ein entscheidender Sicherheitsfaktor.

Optimierte Anforderungen an Rutschhemmung und Verriegelung

Die Norm stellt höhere Anforderungen an Leiterfüße, Spreizsicherungen und Verriegelungsmechanismen. Dadurch wird das Risiko des Wegrutschens oder ungewollten Zusammenklappens minimiert.

Für Betriebe bedeutet das mehr Sicherheit im täglichen Arbeitsablauf.

Prüf und Dokumentationspflicht im Unternehmen

Neben der Auswahl geeigneter Leitern sind Arbeitgeber verpflichtet, diese regelmäßig zu prüfen. Mindestens einmal jährlich muss eine fachkundige Kontrolle erfolgen. Zusätzlich sind Sichtprüfungen vor jeder Nutzung empfohlen.

Alle Prüfungen sollten dokumentiert werden. Beschädigte oder unsichere Leitern sind unverzüglich außer Betrieb zu nehmen.

Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten

  1. Bestehende Leitern überprüfen
    Es sollte kontrolliert werden, ob alle eingesetzten Leitern als Professional gekennzeichnet sind und dem aktuellen Normstand entsprechen.

  2. Gefährdungsbeurteilung aktualisieren
    Die Nutzung von Leitern muss in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

  3. Nur normgerechte Leitern beschaffen
    Beim Neukauf sollten ausschließlich gewerblich zugelassene Modelle ausgewählt werden.

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